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1993-1995, 1997: Znojmo (Tschechien)

Dank der Bemühungen der Familie Zidacek konnten in den Jahren 1993-1995 und 1997 erfolgreiche zweiwöchige Trainingslager in den Sommerferi­en in Tschechien ausgerichtet werden. Jedes Jahr haben dort zwischen 20 und über 30 Aktive einen schönen Trainingsurlaub erlebt. Die Hinfahrt ent­wickelte sich jedes Mal zu einem Hindernislauf. Meistens verschwand ein Mitglied der Zidacek-Family. Bis jetzt wurden aber alle nach größeren Such­aktionen wieder aufgefunden. So auch Ludwig Zidacek, der zum Bei­spiel eine Gruppe für eine 12 km lange Rückfahrt über 120 km durchs Land führte. Beim Brötchenholen wurde ihm daraufhin ein Pfadfinder mitgegeben.

Trainiert wurde eifrig (teilweise zweimal am Tag). Markus Kegel, Worna Zohari und die Zidacek-Boys konnten in rekordverdächtiger Art und Weise darlegen, daß man nach einem Frühstück (das Frühstück konnte übrigens ohne Probleme mit einem 5-Sterne-Hotel mithalten) mit bis zu 8 großen Brötchen, mittags und abends noch jeweils mindestens zwei komplette Hauptgerichte verdrücken kann. Einige Restaurantbesitzer sollen nach dem Besuch der ganzen Gruppe erst einmal in Urlaub gefahren sein. Der Verbrauch an „Palatschinki“ hat jedes Jahr das Volumen der tschechischen Handelsbilanz aufgebläht.

Bei vielen eintägigen Ausflugsfahrten, u.a. nach Prag, Brno, Bratislawa und zu den beeindruckenden Tropf­steinhöhlen des Mährischen Kaarst, konnte man das Land kennen- und schätzen lernen. Das gemütliche Bei­sammensein wurde beim Grillen, offenen Lagerfeuer (besonders Djamshid hat sich öfter als Schöpfer von manns­hohen Feuerstellen hervorgetan), beim Kegeln, bei diversen Weinproben, bei gemeinsamen Badebe­su­chen an umliegenden Seen und beim Zusammensitzen meist bis tief in die Nacht ausgiebigst gepflegt.



1997-2000:  Berlebeck

Mit den Fahrten nach Berlebeck lebte die lange Tradition der Pfingsttrai­nings­lager wieder auf. Das am Waldrand im Grünen gelegene Schulland­heim der Stadt Herne ist für ein solches Trai­ningswochenende wie geschaffen. Und das nicht nur wegen der zum Haus ge­hörenden großen Sporthalle. Das ty­pische Ambiente einer Jugendher­ber­ge inklusive Stockbetten, 3 Mahlzeiten täglich und dem obligatorischen Spül­dienst rufen Erinnerungen der Jugendzeit hervor. Für die Abende gibt es eine große Hütte mit gemauertem Grill und einen Lagerfeuerplatz. Neben dem anstregenden Training, gibt es in der Umgebung Berlebecks einiges zu entdecken. Dazu gehören Deutschlands älteste Adlerwarte, das Hermannsdenkmal, die Externsteine und ein großes und umfangreiches Freilichtmuseum. In den letzten Jahren verbrachten jeweils 30-40 Trainierende in Berlebeck ein sehr schönes Pfingstwochenende.

Im Jahr 1997 nahmen neben den Taekwondo-Aktiven und einigen Famili­en­angehörigen auch erstmals Mitglieder der Aerobic- und Fitnesskurse der Körperwerkstatt teil, was den Hormonhaushalt mehrerer männlicher Teil­neh­mer deutlich durcheinander brachte. Desweiteren ist von einigen sport­lichen Höchstleistungen zu berichten, darunter Stefan Raabe und Frank Struck, die sich vorgenommen hatten jede angebotene Trainingsmög­lich­keit zu nutzen (auch die Arobic-Kurse). Montagmorgen mußten sich die bei­den dann vor lauter Muskelkater gegenseitig stützen um die Treppe zum Speisesaal zu bewältigen. Desweiteren schaffte es eine "Kampfgruppe" aus mehreren Teilnehmern unter der Leitung von Rüdiger Besser mit strammen Schritt durch den Wald in nur 45 Minuten das Hermannsdenkmal zu erreichen.

Pfingsten 1998 waren die Aerobic-Girls wieder mit von der Partie und berei­cherten nicht nur den Trainingsplan. Abends sollen sogar einige Herren in der Sporthalle Nachhilfe in Sachen "Disco-Fox" bekommen haben. Für die­sen hervorragenden Service von Sandra, mußte sich Stefan Raabe nach lan­gen Diskussionen leider von seinem geliebten "Heavy-Metal"-T-Shirt tren­nen. Aber es wurde natürlich auch hart trainiert, nicht nur Taekwondo, sondern auch Einführungen in Straßenkampf und Escrima bei Worna Zoha­ri; Ayad Laroussis Kampftraining rundete das Programm ab. Sonntagnach­mittag wurde das Freilichtmuseum besichtigt.

Im Jahr 1999 war erstmals auch Volker Kahl samt Familie dabei und gab außerdem einige interessante Trai­ningseinheiten. Das Highlight dieses Pfingstwochenendes war zweifelsohne seine nächtliche Überraschungs­ein­lage, um zu zeigen wie effektiv Taekwondo auch des nachts trainiert werden kann. Nicht ganz so schön war die äußerst rüde Weckmethode.

Pfingsten 2000 waren neben Volker Kahl auch Aerobic-Girls der Körperwerkstatt-Zweigstelle an der Herner Straße in Berlebeck dabei. Sehr viel Spaß bereitete uns auch die Anwesenheit Lubnas, die mit ihrer "Guten-Morgen-Aktion" zur allgemeinen Erheiterung beitrug, als sie Samstagfrüh ungestyled, mit verschlafenen Blick und wirrem Haar im rosa Morgenmantel und Puschen ca. 1 Stunde zu spät zum Küchendienst erschien. An­sonsten wurde dank Volker Kahl und Worna Zohari wieder viel Exotisches trainiert. Am Sonntag wurde noch eine Drachenausstellung in Detmold besucht.



2004-2006:   Berlebeck

Nach dreijähriger Trainingslager-Abstinenz ging es 2004 wieder nach Ber­lebeck. Diesmal dabei auch einige Schauspieler des Schauspielhaus Bo­chum aus Wornas damaligem Sonntags-Anfänger-Kurs. Markus Fuhr­mann, der verlorene Sohn des Vereins aus Berlin und Trainierender des Qi Gong und Kung Fu im dortigen Shaolin-Tempel, bereicherte den Trainings­plan durch seine Qi Gong-Einführungen. Das allgemein schöne Wetter lud zwischen den Trainingseinheiten zu Spaziergängen und Besichtigungen der Adlerwarte und der Externsteine ein. Abends begeisterte uns Wolfgang "Wölfi" Füssel mit seinen Fähigkeiten am Grill. Markus Fuhrmann und sein Kumpel gaben zur allgemeinen Erheiterung noch eine Runde "Master and Slave", deren Rollenbelegung vorher bei einem kleinen Tischtennis-Match ermittelt wurde.

Pfingsten 2005 war die Beteiligung der Teilnehmer leider nicht so hoch wie in den Vorjahren. "Nur" ca. 30 Trainingswillige fanden sich zum stressig­sten Wochenende des Jahres ein. Nichtsdestotrotz wurde wieder ernsthaft trainiert. Auf dem Trainingsplan stand ausser Taekwondo auch wieder Qi Gong unter der Leitung von Markus Fuhrmann. Erstmals wurde auch Batto Jutsu (sprich: batto dtschuts), die altjapanische Kunst des Schwertschnell­ziehens, unter Leitung von Beate Füssel in das Trainingsprogramm aufge­nom­men und erfreute sich wachsender Begeisterung. Das schöne Wetter ließ auch wieder Ausflüge in die nähere Umgebung zu. Abends wie ge­habt .... ausschweifendes Grillen mit "Wölfi" und außerdem eine kleine Whisky-Degustation unter Anleitung des Kollegen Ralf Ennenbach, der mit seiner Frau Ulla das erste Mal am Trainingslager teilnahm.

2006 hat es uns dann das erste Mal im wahrsten Sinne des Wortes wirklich kalt erwischt. Das Trainingslager in Berlebeck fand diesmal über Christi Himmelfahrt statt. Über das Wetter läßt sich leider nicht viel Gutes berichten; es regnete fast pausenlos und die Temperaturen lagen "knapp" über dem Gefrierpunkt ;-), was ein Training im Freien vermieste. Um so mehr wurde in der Sporthalle trainiert, im Programm neben den üblichen Taekwondo-Disziplinen (Grundtechniken, Poomse, Sparring, Hosinsul, Kampf) diesmal auch wieder Stock- und Streetfight mit Worna, Qi Gong mit Markus und Batto Jutsu mit Beate. Abends wurde natürlich wieder in der Blockhütte ordentlich gegrillt. Glücklicherweise konnte man sich auch wieder, dank Ralf, ein wenig von innen wärmen :-).

Neben all den schönen Erlebnissen des Wochenendes gab es aber auch eine schlechte Nachricht. Vom Hausmeister des Schullandheims wurde uns eröffnet, dass das Haus aufgrund der schlechten Auslastung und der daraus resultierenden schlechten finanziellen Lage des Schullandheims und seines Herner Fördervereins, wahrscheinlich verkauft werden soll. Im Nachhinein stellte sich dann es heraus, dass dies wirklich das letzte Trainingslager an diesem Ort war.
 

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