





 |
|
|
Benutzer online |
|
6 Gäste
0 Mitglieder
0 im Chat
|
|
|
|
|
|
Sparring (Abgesprochener Kampf / Yaksok Taeryon)

Allgemeines
Die letzte Vorübung zum Freikampf (Chayu-Taeryon) ist das Sparring, auch abgesprochener Kampf (Yaksok Taeryon) genannt. Man spricht hier von einem abgesprochenen Kampf, weil Art des Angriffs und der Verteidigung vorher festgelegt wurden.
Der abgesprochene Kampf dient dazu, die erlernten Grundtechniken in Angriff und Verteidigung zielgenau und variationsreich, aber ohne Kontakt am und mit dem Partner zu üben. Die in Grundübungen und im Formenlauf erlernten Angriffs- und Verteidigungstechniken können so zur Überprüfung der eigenen Geschicklichkeit und der korrekten Ausführung der Techniken am lebenden Objekt angewandt werden. Da die jeweiligen Zielpunkte vitale Punkte des menschlichen Körpers sind, verlangt die Ausführung vom Übenden besondere Aufmerksamkeit, ein gutes Zielvermögen und ein ausgeprägtes Gefühl für die jeweilige Stellung.
Geschult werden soll bei den Übungen des abgesprochenen Kampfes außerdem ein gutes Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Konzentration, das Erkennen der richtigen Distanz zum Partner, der richtige Atemrhythmus und die korrekte Ausführung und die Zielgenauigkeit der Grundtechniken.
Während der Sparring-Übungen muß der Anfänger häufig die Erfahrung machen, dass seine Abwehr noch unzureichend ist und in einer realen Kampfsituation nicht standhalten würde. Durch regelmäßges Praktizieren des koordinierten Abwehr- und Angriffsverhaltens entwickeln sie aber recht schnell einen geschulten Instinkt, der für die erfolgreiche Bewältigung der Übungen sehr wichtig ist.
Mit steigender Graduierung wird der Trainierende den abgesprochenen Kampf dann kraftvoller, zielgenauer, schneller und mit einer Vielzahl an Technikvariationen ausführen können.
Während die Schülergrade angehalten sind, sich an das Programm der vorgegebenen Technikkombinationen zu halten, ist es bei den Dangraden erlaubt zu improvisieren und auch erwünscht, sich eigene Kombinationen zu ersinnen. Dabei kommt es weniger darauf an, möglichst viele und/oder spektakuläre Techniken hintereinander auszuführen, sondern die Kombinationen müssen logisch und in sich schlüssig sein.
| Man unterscheidet: | - Ein-Schritt-Sparring (Hanbon Gyorugi/Ilbo Taeryon) | | - Zwei-Schritt-Sparring (Dubon Gyorugi/Ibo Taeryon) | | - Drei-Schritt-Sparring (Sebon Gyorugi/Sambo Taeryon) | | - Fußkampf (Chokki Taeryon) |
Der Ein-Schritt-Sparring (Hanbon Gyorugi/Ilbo Taeryon)
Mögliche Technikkombinationen beim Hanbon Gyorugi
Nachfolgend einige Beispiele der beim Ilyo Do bis zum 1. Kup gängigen Hanbon Gyorugi Kombinationen. Be- schrieben werden die Aktionen des Verteidigers, die er nach erfolgtem Angriff des Trainingspartners ausführt. Angegeben wird auch zu welcher Prüfung die jeweilige Technikkombination erstmals gezeigt werden muß.
|
Verteidigungsstellung |
Verteidigungstechnik |
Kontertechnik |
Prüfung |
| |
Rechts zurück Ap gubi
Links zurück Kima sogi |
links Pakkat palmok
mom-dong an makki
rechts Pakkat palmok momdong an makki |
die linke Hand umfasst die
rechte Faust, mit dem linken Fuß vorgleiten und mit dem rechten Arm
Palkup momdong dolyo chiki zu den kurzen Rippen
rechte Hand fasst das rechte Handge-lenk des Angreifers, linken Fuß
zurück-ziehen Ap sogi und mit dem rechten Bein Naeryo chagi
über den gehalte- nen Arm ausführen
mit dem rechten Fuß nach links über-setzen Goa sogi in Kima sogi,
dann erst rechts, dann links Jumok mom- dong jirugi zur rechten
Niere, dann mit dem rechten Bein Yop chagi zur rech-ten Kniekehle des
Angreifers
linke Hand fasst das rechte Handgelenk des Angreifers, leichten Zug ausüben
und mit der rechten Hand Hansonnal pakkat mok chiki zur rechten
Halsseite des Angreifers
linke Hand umfasst rechte Faust, rechts Palkup momdong yop chiki zum
So-larplexus des Angreifers, anschließend mit demselben Arm Dung jumok
olgul yop chiki zum Gesicht des Angreifers
linken Fuß heranziehen Moa sogi, linke Hand umfasst rechte Faust,
anschließ-end mit dem rechten Arm Palkup olgul naeryo chiki zur
rechten Schlüssel-beingrube des Angreifers |
|
|


|
|