Hallo Zusammen,
Der obige Titel besagt schon, worum es geht.
In der Vergangenheit unterlag unsere Kampfkunst immer wieder
sinnigen und unsinnigen Veränderungen durch das Headquarter...
Meist vor wichtigen internationalen Events.
Über die Gründe kann man ohne Insiderinformationen nur wenig sagen,
doch über die Folgen für die Kampfkunst und den Einzelnen kann man
sicherlich offen diskutieren.
Fakt ist, das schon die zurückliegende Zwangsumstellung von Hyong auf
Poomse für einen Eklat gesorgt hatte. Aus diesen Vorkommnissen scheinen
die Oberen des Taekwondo nichts gelernt zu haben, denn weitere Änderungen
ließen nicht lange auf sich warten…
Wettkampfregeln
Punktesystem
Key Points bei den Formen
One second, one move
usw.
Diese haben wieder zu Verunsicherung geführt und meist mehr geschadet als
genützt. Als sehr bezeichnend empfinde ich, das es scheinbar keine einheitliche Art und Weise gibt, wie die Formen zu laufen sind.
Wie soll man dazu stehen ?
Hier einige Gedanken von mir:
Eine gesicherte Zukunft der Kampfkunst ist nur durch eine einheitliche
und fundierte Vergangenheit möglich.
Diese fundierte Vergangenheit (wenn auch nur ab 1955) muss in den
Status der Allgemeingültigkeit überführt werden !
Die dauernden Veränderungen entziehen den Ausübenden die gemeinsame
Basis. Eine Kampfkunst muss sich nicht durch Veränderungen attraktiv
machen. Sie ist es von sich aus. Der Ausübende füllt sie mit Leben.
Zuviel Veränderung nagt an der Glaubwürdigkeit und Effizienz einer KK.
Verfolgt das Headquarter keine Prinzipien, die im Taekwondo verankert sein
sollten ? (Mitte, Gegenziehen, Rotation usw.) Es ist offensichtlich, das einige dieser Prinzipien durch das ständige ändern außer Kraft gesetzt werden.
Gawi-makki (Taeguk-sil-chang) ohne Rotation um die Hochachse führt zu
einer erheblichen Abschwächung des Blocks. Außerdem ähnelt er bei der
Ausführung an einen Anfänger, der die Technik noch nicht verstanden hat.
Die Hüfte braucht bei dieser Art der Ausführung nicht mehr mitzuarbeiten.
Doch hier soll eine Technik doch „entspringen“ um die nötige Vehemenz zu
erzeugen. Wieder ein zerstörtes Prinzip.
Durch die Laufart "One second / one move" wird der Gedanke des
imaginären Gegners ad absurdum geführt. Die individuelle Interpretation
geht dadurch völlig verloren. Der Einzelne wird nicht in die Lage versetzt,
seine Vorstellung eines Kampfes nach außen zu übertragen.
Die frühere Aussage „Du bist die Form“ (im Moment des Ausübens) greift
nicht mehr.
Einheitlichkeit dort, wo man sie nicht brauchen kann.
Es werden ap-chagis mit hängenden Armen getreten.
Wo ist die notwendige Deckung. Wieder ein Prinzip zerstört.
TKD hat sich in der Öffentlichkeit leider auf den Westenkampf reduziert.
Taekwondo ist jedoch mehr! Es liegt an uns, dies "hinauszutragen" !!!
Doch wie und auf welche Art und Weise ?
Warum immer wieder Formenänderungen ?
Hat man mit den bisherigen nicht genug zu tun ?
Warum braucht man Wettkampfformen ?
Reduktion auf den kleinsten Nenner ?
Wie soll man sich als Ausübender jetzt verhalten ?
Jede Veränderung mitmachen, oder lieber abwarten, weil sowieso
zurück geändert wird ?
Macht jetzt jede Schule oder Verband zukünftig "ihr Ding" ?
Die Schülergrade haben sicherlich ein größeres Problem als die Meister
und Großmeister. Irgendwann kann man sicherlich sagen:
"Veränderungen ok... aber bitte ohne mich" !
Was zeigt man seinen Schülern ?
Welche Art TKD lehrt man nun ?
Die derzeit gültige - gegen die eigene Überzeugung und das Wissen,
das einige Neuerungen wirklich unsinnig sind - oder die althergebrachte ?
Wie lange kann das gut gehen ?
Es stellt sich nun die Frage, ob man sich weiterhin gegen die Änderungen stemmt, versucht eine Kampfkunst auf fundierte und überdachte Weise weiter zu geben, oder ob man nachgibt und in der Uniformität untergeht… ?
Wenn es mit den Änderungen weiter so hin und her geht, könnte man
glatt daran denken, sich KK mäßig zu verändern oder gar aufzuhören...
oder man macht tatsächlich "sein" Ding und optimiert sich selbst
durch Crosstraining zwischen verschiedenen KK's
Ich freue mich auf eine schöne Diskussion
Gruß shumisen
Edit am 11.04.08
Der obige Titel besagt schon, worum es geht.
In der Vergangenheit unterlag unsere Kampfkunst immer wieder
sinnigen und unsinnigen Veränderungen durch das Headquarter...
Meist vor wichtigen internationalen Events.
Über die Gründe kann man ohne Insiderinformationen nur wenig sagen,
doch über die Folgen für die Kampfkunst und den Einzelnen kann man
sicherlich offen diskutieren.
Fakt ist, das schon die zurückliegende Zwangsumstellung von Hyong auf
Poomse für einen Eklat gesorgt hatte. Aus diesen Vorkommnissen scheinen
die Oberen des Taekwondo nichts gelernt zu haben, denn weitere Änderungen
ließen nicht lange auf sich warten…
Wettkampfregeln
Punktesystem
Key Points bei den Formen
One second, one move
usw.
Diese haben wieder zu Verunsicherung geführt und meist mehr geschadet als
genützt. Als sehr bezeichnend empfinde ich, das es scheinbar keine einheitliche Art und Weise gibt, wie die Formen zu laufen sind.
Wie soll man dazu stehen ?
Hier einige Gedanken von mir:
Eine gesicherte Zukunft der Kampfkunst ist nur durch eine einheitliche
und fundierte Vergangenheit möglich.
Diese fundierte Vergangenheit (wenn auch nur ab 1955) muss in den
Status der Allgemeingültigkeit überführt werden !
Die dauernden Veränderungen entziehen den Ausübenden die gemeinsame
Basis. Eine Kampfkunst muss sich nicht durch Veränderungen attraktiv
machen. Sie ist es von sich aus. Der Ausübende füllt sie mit Leben.
Zuviel Veränderung nagt an der Glaubwürdigkeit und Effizienz einer KK.
Verfolgt das Headquarter keine Prinzipien, die im Taekwondo verankert sein
sollten ? (Mitte, Gegenziehen, Rotation usw.) Es ist offensichtlich, das einige dieser Prinzipien durch das ständige ändern außer Kraft gesetzt werden.
Gawi-makki (Taeguk-sil-chang) ohne Rotation um die Hochachse führt zu
einer erheblichen Abschwächung des Blocks. Außerdem ähnelt er bei der
Ausführung an einen Anfänger, der die Technik noch nicht verstanden hat.
Die Hüfte braucht bei dieser Art der Ausführung nicht mehr mitzuarbeiten.
Doch hier soll eine Technik doch „entspringen“ um die nötige Vehemenz zu
erzeugen. Wieder ein zerstörtes Prinzip.
Durch die Laufart "One second / one move" wird der Gedanke des
imaginären Gegners ad absurdum geführt. Die individuelle Interpretation
geht dadurch völlig verloren. Der Einzelne wird nicht in die Lage versetzt,
seine Vorstellung eines Kampfes nach außen zu übertragen.
Die frühere Aussage „Du bist die Form“ (im Moment des Ausübens) greift
nicht mehr.
Einheitlichkeit dort, wo man sie nicht brauchen kann.
Es werden ap-chagis mit hängenden Armen getreten.
Wo ist die notwendige Deckung. Wieder ein Prinzip zerstört.
TKD hat sich in der Öffentlichkeit leider auf den Westenkampf reduziert.
Taekwondo ist jedoch mehr! Es liegt an uns, dies "hinauszutragen" !!!
Doch wie und auf welche Art und Weise ?
Warum immer wieder Formenänderungen ?
Hat man mit den bisherigen nicht genug zu tun ?
Warum braucht man Wettkampfformen ?
Reduktion auf den kleinsten Nenner ?
Wie soll man sich als Ausübender jetzt verhalten ?
Jede Veränderung mitmachen, oder lieber abwarten, weil sowieso
zurück geändert wird ?
Macht jetzt jede Schule oder Verband zukünftig "ihr Ding" ?
Die Schülergrade haben sicherlich ein größeres Problem als die Meister
und Großmeister. Irgendwann kann man sicherlich sagen:
"Veränderungen ok... aber bitte ohne mich" !
Was zeigt man seinen Schülern ?
Welche Art TKD lehrt man nun ?
Die derzeit gültige - gegen die eigene Überzeugung und das Wissen,
das einige Neuerungen wirklich unsinnig sind - oder die althergebrachte ?
Wie lange kann das gut gehen ?
Es stellt sich nun die Frage, ob man sich weiterhin gegen die Änderungen stemmt, versucht eine Kampfkunst auf fundierte und überdachte Weise weiter zu geben, oder ob man nachgibt und in der Uniformität untergeht… ?
Wenn es mit den Änderungen weiter so hin und her geht, könnte man
glatt daran denken, sich KK mäßig zu verändern oder gar aufzuhören...
oder man macht tatsächlich "sein" Ding und optimiert sich selbst
durch Crosstraining zwischen verschiedenen KK's
Ich freue mich auf eine schöne Diskussion
Gruß shumisen
Edit am 11.04.08
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